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Aus Die Halswirbelsäule

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Inhaltsverzeichnis

Symptome bei Instabilitäten der Halswirbelsäule oder des kraniozervikalen Übergangs

Symptome bei Kopfgelenksverletzungen, Dislokationen und Instabilitäten der Kopfgelenke und der Halswirbelsäule

Patienten mit Frakturen, Dislokationen und Instabilitäten im Bereich der Kopfgelenke (Kopfgelenksinstabilität) oder der Halswirbelsäule leiden vorwiegend an folgenden Symptomen:

Schnelle Übersicht

  • Kopfschmerzen, beginnend am Hinterhaupt
  • befremdliche ziehende oder brennende Schmerzen am Hinterhaupt, eine bisher nicht bekannte Schmerzform, abweichend von der Art bisher erlebter Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen, Schulterschmerzen
  • vielfältige Körperschmerzen, Schmerzen am unteren Rücken
  • Kombinationen von Schwindel und Kopf-/Nackenschmerzen
  • Dumpfer Hinterhauptschmerz, dumpfe Schmerzen am Hinterkopf
  • Schwächegefühl, einfaches Schwächegefühl
  • Lähmung, Lähmungserscheinungen (Schwäche oder spastisch)
  • Störungen der Feinmotorik, auch Unfähigkeit zu Gehen, Schwankschwindel
  • Gehäuftes Stolpern, Gehstörungen
  • Gefühlsverlust, sensorische Störungen, verändertes Körpergefühl
  • Zittern
  • Augenflimmern, Sternchen sehen, Funken sehen
  • Sehschwäche, Verschwommensehen
  • Fokussierstörungen, Probleme zu fokussieren
  • Veränderungen des Farbsehens (farbig-Sehens)
  • Verschlechterung des Sehens bei Nacht (auch in Dämmerung / Dunkelheit). Probleme sich bei Dunkelheit zu bewegen / Unsicherheit
  • Kortikale Blindheit oder Teilblindheit
  • Gesichtsfeldausfälle, eingeschränktes Gesichtsfeld, fehlende Bereiche im Gesichtsfeld
  • Veränderungen in der Hörqualität, dumpfes “Hörgefühl”, Distanz zum Ort der Geräuschentstehung
  • Hörverlust, Gehörverlust
  • Phonophobia, Phonophobie, Geräuschempfindlichkeit mit und ohne Aggression
  • Tinnitus (meist hochfrequenter Pfeifton)
  • Druckgefühle hinter dem Ohr
  • Normales Hören ist irritiert / gestört
  • Variabler Verlust an Körpergefühl, Empfindungsfähigkeit des Körpers, des Körperempfindens, der Körperwahrnehmung
  • Unterschiedliche Empfindungen zwischen rechter und linker Körperhälte. Unterschiedliche Empfindung zwischen rechten und linken Extremitäten (Armen und Beinen)
  • Verlust des Raumgefühls (der körperlichen Wahrnehmung im Raum)
  • Raumgefühl nur mit offenen Augen möglich *Selbstwahrnehmung/Körperwahrnehmung im Raum nur mit geöffneten Augen möglich (Feeling the position of body in room only with open eyes)
  • Unter Umständen Notwendigkeit von Krücken
  • Gefühlseinschränkungen (Tastgefühl, Wärmegefühl)
  • Verlust an sensorischen Gefühlen (z.B. beim Tasten)
  • Verändertes Körpergefühl
  • Brennende Sensationen (im Gesicht, am Körper)
  • Pelziges Gefühl im Gesicht, am Körper, an Armen oder Beinen
  • Kribbeln in Armen oder Beinen
  • Kribbeln im Gesicht
  • Vigilanzstörungen,Psychologische Störungen
  • Depersonalisation
  • Derealisation
  • Störungen der Wachheit
  • Störungen der Klarheit des Realitätserlebens
  • Realitätsverlust (quantitativ)
  • Bewußtseinsstörungen, abnorme Schläfrigkeit (Somnolenz), präkomatöse Zustände
  • Störungen der Selbstwahrnehmung
  • Erleben in dumpfem gefühllosen diffusen Raum zu leben
  • “Nicht mehr in dieser Welt”-Empfinden
  • Empfinden “Teil des Selbst verloren zu haben”

Ursachen

Ursachen für diese Symptome bei Kopfgelenksverletzungen, insbesondere bei Frakturen, fixierten Dislokationen und Kopfgelenksinstabilitäten, sowie Instabilitäten im Bereich der Halswirbelsäule sind:

  • Atlantookzipitale (kraniozervikale) fixierte Dislokation oder Instabilität
    • Verletzungen/Überdehnungen/Rupturen der Gelenkkapseln (C0/C1)
    • Verletzungen/Überdehnungen/Rupturen der Alarligamente (Ligamenta alaria)
    • Verletzungen/Rupturen der Membrana atlantooccipitalis anterior/posterior, der Membrana tectoria
    • Frakturen des Dens axis und dessen Basis und Frakturen des Atlas (Jefferson “Burst Fracture”, Hangman-Fraktur), Os odontoideum
  • Atlantoaxiale fixierte Dislokation, rotatorische Subluxation oder Instabilität
    • Verletzungen/Überdehnungen/Rupturen der Gelenkkapseln (C1/C2) (Articulationes atlantoaxiales laterales)
    • Verletzungen/Überdehnungen/Rupturen der Alarligamente (Ligamenta alaria)
    • Verletzungen/Rupturen der Membrana atlantoaxialis anterior/posterior, der Membrana tectoria
    • Verletzung des densnahen Zapfen- oder Drehgelenks (Articulatio atlantoaxialis mediana)
    • Verletzungen/Rupturen des Ligamentum cruciatum atlantis, insb. des Ligamentum transversum
  • Translative oder anguläre Instabilität C2/C3, C3/C4 oder auch weiter unten
    • Verletzungen/Überdehnungen/Rupturen der Gelenkkapseln (C1/C2) (Articulationes atlantoaxiales laterales)
    • Verletzungen/Überdehnungen/Rupturen der Längsbänder (Ligamenta alaria)

Im Detail

Schmerzen, brennende oder “ziehende” Hinterkopfschmerzen, migräneartige Kopfschmerzen, Nackenschmerzen

  • Starke Hinterkopfschmerzen (Okzipitalneuralgie), meistens als brennend oder ziehend beschrieben. Von Patienten selten als “Gefühl, als wenn Hirngewebe stirbt” beschrieben
  • Starke Kopfschmerzen, migräneartige Kopfschmerzen
  • Schmerzen im Bereich der Kiefergelenke, Ohren und Augen, Schmerzen hinter den Augen
  • Nackenschmerzen, manche Patienten berichten von keinerlei Nackenschmerzen, “als wären diesbezügliche Nerven durchtrennt”, andere Patienten berichten von “unerträglichen Nackenschmerzen”

Kognitive Störungen, Konzentrationsstörungen, Störungen der Wahrnehmung, psychologische/seelische Störungen

  • Störungen der Aufmerksamkeit und der Konzentrationsfähigkeit
  • kognitive Störungen, der Wahrnehmung, des Lernens, Erinnerns und Denkens, also Störungen der menschlichen Erkenntnis- und Informationsverarbeitung
  • Erinnerungsstörungen, Erinnerungslücken, Erinnerungsschwächen, insbesondere des Kurzzeitgedächtnis
  • Reizüberflutung, Überforderung, rasche Ermüdbarkeit; “als wäre simultan nur noch ein und dazu recht enger Erlebniskanal offen, im Gegensatz zu einer breiten Datenautobahn vorher”
  • Angststörungen, Gefühl existentieller Bedrohlichkeit der Situation, Todesangst
  • Depression

Bewußtseinstrübung, Depersonalisationsgefühle

  • Benommenheit
  • Störungen der Wachheit (Vigilanzstörungen)
  • Störungen der Erlebnisklarheit, bzw. der Erlebensklarheit
  • Qualitative und quantitative Bewußtseinstrübung
  • Störungen des Ich-Erlebens mit Derealisation, Depersonalisation; Beschreibungen wie “wie auf Watte”, “nicht mehr richtig da”, “duselig”, “Grenze zwischen mir und Umfeld verwischt”
  • Vielfältige Persönlichkeitsstörungen
  • Derealisation
  • Depersonalisation

Motorische Störungen, Koordinationsstörungen

  • Lähmungserscheinungen
  • Koordinationsprobleme beim Gehen, wiederholtes Stolpern
  • Koordinationsprobleme im Bereich von Mimik und Gestik und auch beim Versuch, Objekte zu greifen
  • Koordinationsprobleme von Armen und Beinen
  • Zittern, Störungen der Feinmotorik
  • Wiederholtes Verschlucken
  • Unwillkürliche Bewegungen
  • Nachziehen eines Beins
  • Einklammern von Zehen

Sensorische Probleme, Gefühlsstörungen

  • Parästhesien, Kribbeln und/oder Wärmegefühl im Gesicht und/oder den Extremitäten (sowohl im Gesicht, als auch auf beiden Körperhälften gleichzeitig beschrieben, da oftmals zentralenervöse Ursache); auch als pelzig, gefühllos, kraftlos, brennend (flush) umschrieben

Akute Schwindelattacken, chronischer Schwindel

  • Schwindel verschiedener Intensität
  • Schwindel, Schwankschwindel oder Drehschwindel (oftmals wird Schwankschwindel mit Kleinhirn-Störungen und Drehschwindel mit dem Mittelohr in Verbindung gebracht; jedoch habe ich beide Schwindeltypen an ein und demselben Patienten erlebt)
  • Gleichgewichtsstörungen, Stolpern, Schwankschwindel
  • Manche Patienten erzählen von “Drop attacks”, “daß die Beine plötzlich nicht mehr tragen”

Sehstörungen

  • Sehstörungen, Sternchensehen, schwarze Flecken im Gesichtsfeld, Gesichtsfeldeinschränkungen und Gesichtsfeldausfälle

Vegetative Störungen, Atemstörungen, Störungen des Herz-Kreislaufsystems

  • Herz-Rhythmusstörungen, Herzstolpern, Pulsausfälle
  • Atemstörungen, Atemregulationsstörungen, Cheyne-Stokes-Atmung mit Atempausen
  • Gefühl nicht mehr richtig atmen zu können
  • Übelkeit und Erbrechen

Hörstörungen, Tinnitus

  • Tinnitus, intermittierend,
  • Taubheit

Horner-Syndrom

  • Gelegentlich, insbesondere bei vaskulärer Beteiligung auch Horner-Syndrom

Symptome sind sehr unterschiedlich und wechselnd und geben klinisch ein recht unklares Bild, das allein spricht schon für den Verdacht einer Kopfgelenksinstabilität.

“Brennende” Hinterkopfschmerzen und/oder Störungen der Wachheit oder Erlebnisklarheit stellen Leitsymptome bei Kopfgelenksverletzungen dar.

  • Die Symptome werden oftmals begleitet von auffälliger (und ernstzunehmender) Benommenheit, Schläfrigkeit oder Stupor (Starrezustand des gesamten Körpers, Unfähigkeit oder Schwerfälligkeit zu reagieren (Manche Patienten beschreiben es als “Locked-in-Syndrom in abgeschwächter Form”)). Manche Patienten beschreiben wiederholte “(kurzzeitige) Absencen”. Manche Patienten zeigen ausgeprägte Agitiertheit, Unruhe, Unaufmerksamkeit und es ist ihnen die Bedrohlichkeit durch ihr Erleben der Störungen anzusehen. Diese Symptome sollten ernstgenommen werden, da sie Ergebnis mechanischer oder vaskulärer zentralnervöser permanenter oder intermittierender Schädigungen sind
  • Vegetative Ausfälle und Fehlregulationen, besonders des Kardiovaskularsystems, unstetiger fehlerhafter Puls, Herzrasen (Tachykardie) und wiederholte Verlangsamung (Bradykardie)
  • Nächtliches Aufschrecken (durch autonomen Weckreiz) mit Angst zu sterben, mit Atemregulationsstörungen, gestörter autonomer Atmung, kurzzeitige Unfähigkeit rhythmisch und gleichmäßig zu atmen, bewußtes Erleben der Cheyne-Stokes-Atmung, Herz-Rhythmusstörungen, fühlen von Herzstolpern und Fehlpuls (und Todesangst), kortikaler Blindheit (mehrere Minuten), Sternchensehen, Derealisationsgefühle, tiefe Bewußtseinstrübung. Dies wird insbesondere bei atlantookzipitalen und rotatorisch subluxativen atlantoaxialen Instabilitäten beschrieben. Aufgrund von Verletzungen der Haltestrukturen (Gelenkkapselzerreißungen, Rupturen der Alarligamente, supportiven Bänder (vorderes und hinteres Längsband, der Membrana tectoria, der Membranae atlantoaxiales und/oder atlantooccipitales anteriores/posteriores)) kommt es bei muskulärer Entspannung im Schlaf zu translativen und/oder rotatorisch subluxativen Verschiebungen und damit zu mechanischen, insbesondere bei diesen Symptomen zu vertebrobasilären Insuffizienzen mit diffus hypoxischen Verletzungsmuster und dem bei Perfusionsstörungen im Vertebralisstromgebiet typischen Weckreiz. Dieser Mechanismus bleibt in fast allen Fällen verborgen und ist nur mit großem Aufwand reproduzierbar. Um diese Symptomatik zu reproduzieren ist Narkotisierung nötig und am ehesten mit Funktions-MRT (insbesonder Kopf etwas nach vorn neigen und dann zur Seite gekippt) und begleitender MR-Angiographie in Funktionsstellungen anzugehen, dennoch ist die Befundung nicht immer erfolgreich. Bei solchen Symptomen sollten umgehend Sandberg-Aufnahmen mit leicht nach vorn geneigten und dann zur Seite geneigtem Kopf angefertigt werden.
  • In einigen Fällen sind dauerhafte Vigilanzeinbußen verschiedener Ausprägung sichtbar, die von leichter Schläfrigkeit über ausgeprägtem Sopor bis hin zu präkomatösen und komatösen Zuständen reichen. Patienten beschreiben, “sie seien nicht mehr richtig wach”, sie seien “wie eine halbtote Fliege”, sie “leben nicht mehr in dieser Welt” oder “in keiner Welt”, “nicht mehr am Leben und doch atmend”, “innerlich abgestorben”, “in einer diffusen Welt lebend”
  • Leicht bis schwer gestörte Selbstwahrnehmung, veränderte oder reduzierte Selbstwahrnehmung; von Patienten kaum in Worte zu fassen und oftmals von Medizinern als psychotisch oder neurotisch abgetan ohne die physiomorphologische Bedrohlichkeit zu erkennen
  • Defektatmung in verschiedenen Ausprägung (s.o.)
  • Meistens sind Instabilitätsverletzungen nicht mit etablierten Mitteln provozierbar oder radiographisch abbildbar, da der Körper über den verletzten Haltestrukturen mit gesteigertem Muskeltonus reagiert. Dieser Schutzmechanismus maskiert bei wachem Patienten oftmals die ernste luxative Verletzung. Der wache Patient kann seine tiefen Nackenmuskeln nicht derartig entspannen.

Manche Neurochirurgen erklären die Symptome mit “losen” C1-Wirbeln, die durch verletzte Haltestrukturen sowohl im A-P-Gang, als auch seitlich oder rotatorisch gleiten können und dabei die Basilararterie, die Vertebralarterien und/oder den Hirnstamm komprimieren können.. Diagnostik Mehr zum Thema Diagnostik lesen Sie hier.

Um Instabilitäten innerhalb der Kopfgelenke zu entdecken sollten

  • Sandbergaufnahmen (Dens axis durch offenem Mund) MIT Seitenneigung des Kopfes (vorher Kopf leicht nach vorn senken und dann zur Seite neigen) angefertigt werden, da die meisten Röntgenaufnahmen (in zwei Ebenen, in Anteflexion und Hyperextension) keinen Befund zeigen
  • Computertomographie mit leicht nach vorn gesenkten und ausgiebig zur Seite geneigten Kopf, inklusiver axialer Abbildungen
  • Eventuell Funktionsmyelographien oder fMRT (mit Beurteilung der Flügelbänder, der Gelenkkapseln der Zwischenwirbelgelenke und C0/C1 und des densnahen Gelenks)
  • Computertomographie nach Dvorak
  • Eventuell invasive Beurteilung
  • bei Verdacht auf vertebrobasiläre Störungen (Glukose-Utilisations-PET), MRA in Funktionsstellungen (ggf. Stellungen wie oben beschrieben) und ggf. DSA

Befunde können dabei sein:

  • Verletzungen der Alarligamente
  • Paradoxe Beweglichkeit C0/C1
  • Verletzungen des densnahen Gelenks
  • rotatorische Subluxation
  • Zerrissene C1/C2-Gelenkkapseln

Anhang: Reguläre Symptomlisten den Wirbelsäulenabschnitten zugeordnet

Im Bereich von C0-C3/C4

  • Kopfschmerzen, migräneartige Schmerzen
  • Nackenschmerzen und ziehende Hinterhauptschmerzen
  • Druckschmerzen und Druckgefühle hinter den Augen
  • Unklares Sehen
  • Sehen und das gesehene nicht “verarbeitet”
  • Schwindel, Taumeln
  • Benommenheit
  • Ohnmachten und Ohnmachtsnähe
  • Gesichtsschmerzen, Parästhesien/Gefühlsstörungen im Gesicht, Flush
  • Tinnitus, Ohrgeräusche, Ohrenschmerzen
  • Kieferschmerzen
  • Wiederholte oder chronische Heiserkeit
  • Riechstörungen
  • Schluckstörungen, ständiges Verschlucken
  • Nasennebenhöhlenprobleme
  • Koordinationsstörungen
  • Orientierungslosigkeit
  • Sprachstörungen, verwaschene Aussprache
  • Allgemeine Abgeschlagenheit
  • Subfebrile Temperaturen, Fieberschübe
  • Vertebralarterien-Insuffizienz (VBI)
  • Schlaflosigkeit (Insomnie)
  • Hypersomnie
  • Erinnerungsstörungen
  • Depression
  • Irritationen innerhalb der Wahrnehmung, abnorme Beeinflußbarkeit
  • Konzentrationsstörungen, Konzentrationsverlust
  • Allergien und Heuschnupfen
  • Schwächegefühle (plötzliche und ständige)
  • Atemprobleme, Schwierigkeiten zu atmen
  • Herz-Arhythmien
  • Funktionelle Herzbeschwerden
  • Asthma und damit verbundene Probleme
  • Armschmerzen und Angina-ähnliche Armschmerzen
  • Taubheitsgefühle in Armen, Händen, Beinen und Füßen
  • Beinschmerzen
  • Bettnässen, Inkontinenz
  • Unterleibskrämpfe
  • Erschöpfung, besonders beim Stehen
  • Blasenentleerungsstörungen

C4-C7

  • Schmerzen und Steifigkeit im Bereich des Nackens
  • Schulterschmerzen
  • Armschmerzen
  • Tennis-Ellbogen-ähnliche Schmerzen
  • Hand- und Fingerschellungen
  • Taubheit und Kribbeln in den Fingern und Händen
  • Verlust von Schultermuskulatur
  • Verminderte Bewegungen in Schulter- und Nackenbereich
  • Schluckstörungen
  • Nervosität
  • Verkrampfungen im Nacken
  • Brustschmerzen
  • Kalte Hände, schlechte Blutzirkulation in Armen, stechende Schmerzen, “die wieder wegzugehen scheinen”
  • Kraftlosigkeit im Händedruck, Griffschwäche
  • Schleudertrauma
  • Bestimmte Schilddrüsenprobleme
  • Sprachstörungen
  • Hormonelle Dysbalancen


Vorgehensweise zur Diagnostik von Instabilitäten der Halswirbelsäule und des kraniozervikalen Übergangs.

Ich würde vorschlagen, zunächst ein spezielles Funktionsröntgen der Halswirbelsäule in Seitneigung (Lateralflexion) durchführen zu lassen. Vielleicht wurden bei Ihnen schon etliche Röntgenaufnahmen durchgeführt. Leider werden spezielle Röntgentechniken, die Instabilitäten im Bereich der oberen Halswirbelsäule offenbaren können selten im klinischen Alltag angewendet.


Schritt 1 - Röntgen in Lateralflexion zur Beurteilung okzipitoatlantoaxialer Funktionsstörungen: (oder auch unter Fluoroskopie/Bildwandler/Bildverstärker)

Diese spezielle Untersuchung kann theoretisch jeder niedergelassene Radiologe durchführen. Manchmal sind mehrere Versuche notwendig, um eindeutige Aufnahmen zu erzielen. Es bedarf keiner besonderen technischen Ausstattung. Ein Bildverstärker, ein schwenkbares C-Arm-Röntgengerät ist von Vorteil.

Eine Überweisung zum Röntgen der Halswirbelsäule in dieser Technik kann vom Hausarzt ausgestellt werden. Wortlaut:


Erbitte Röntgen HWS im Stehen. Transorale präzise anteroposteriore "open-mouth" Densprojektion in Lateralflexion (soweit wie möglich isoliert in oberer HWS).

Bei V.a. ligamentärer Verletzung im Bereich der Kopfgelenke, besonders der Ligg. alaria, cruciatum atlantis, apicis dentis. V.a. paradoxe Beweglichkeit C0-C1. DD Integritätsstörung Zwischenwirbelgelenke / Gelenkkapseln C0/C1/C2/der Art. atlantoaxialis mediana.

Schneidezähne / Oberkiefer sollten nicht vollständige Einsicht auf den Dens axis einschränken. Und präzise in AP der Frontalebene. Muskelrelaxation empfehlenswert.


per eMail an: Newtc@res.kopfgelenke.de Geeignetes Bildformat: jpg

oder durch Orthopäden / Neurochirurgen mit Erfahrung in der Durchführung atlantookzipitaler und atlantoaxialer Fusionstechniken.


Schritt 2 - Computertomographie der HWS in Lateralflexion zur Beurteilung von Funktionsstörungen im Bereich C0/C1-C7

Computertomographie der HWS in Lateralflexion (Seitkippung/Seitneigung; Ohr zur Schulter) mit anschließender 3D-Rekonstruktion bei Verdacht auf

  • atlantookzipitale Instabilität oder Dislokation
  • atlantoaxiale Instabilität, atlantoaxiale Subluxation, fixierte Dislokationen
  • segmentale translative oder anguläre Instabilität C2 bis C6

Bitte den gesamten Bereich vom kraniozervikalen Übergang mit vollständiger Darstellung über die Kondylen des Os occipitale hinaus bis C7 abbilden.

Muskelrelaxation empfehlenswert.

Ich halte ein CT in Lateralflexion für unbedingt erforderlich, um C2-C4/C5 in Lateralflexion beurteilen zu können, da anteriore und posteriore Ansicht nötig, bei konventionellem Röntgen jedoch die Einsicht durch Unterkiefer versperrt bleibt.

Ggf. noch CT in Rotation

Hinweise

Um ligamentäre Verletzungen (Weichteilläsionen) wie

  • Rupturen von Gelenkkapseln (C0/C1, C1/C2 lateral, C1/C2 median, C2/C3, C3/C4) oder
  • Rupturen von Ligamenten (Alarligamente, Apikalligamente, Membrana tectoria, hintere atlantookzipitale Ligamente, Ligamentum cruciatum atlantis, Vorderes oder hinteres Längsband)

mit daraus resultierenden ligamentären Fehlfunktionen (Instabilitäten) wie

  • (vertikale, rotatorische oder translative) atlantookzipitale Instabilität
  • (translatorische oder auch vertikale) atlantoaxiale Subluxationen, als auch
  • translative oder anguläre (möglicherweise monosegmentale) Instabilitäten (Segmentkollaps)

festzustellen, sind

Funktionsaufnahmen notwendig, die die mechanisches Fehlverhalten provozieren!

Das ist bei bislang üblichen Funktionsaufnahmen (Inkliniation (Anteflexion), Reklination (Hyperextension, Retroflexion), sowie bei in Rotation gemachten Aufnahmen) nicht zwangsläufig der Fall!


Weitere Untersuchungen

Ggf. weitere Untersuchungen wie

  • Funktions-MRT mit Lateralflexion zur strukturellen Befundung von Gelenkkapseln, Alarligamenten, der Ligamenta apicis dentis und cruciatum atlantis - sind Strukturunregelmäßigkeiten/Verletzungen/Zerreißungen vpn Gelenkkapseln oder Bändern zu sichten?
  • MR-Angiographie und -Venographie oder/und Digitale Subtraktionsangiographie der Halsgefäße und oberer Thoraxapertur in Funktionsstellungen
  • Glucose-Utilisations-PET des Gehirns im Hinblick auf den Stoffwechsel im Vertebralisstromgebiet.

Differentialdiagnostisch halte ich den Ausschluß von Stoffwechselerkrankungen, chronischen Infektionen, sowie eines Thoracic Inlet Syndroms, seltener auch eines Thoracic Outlet Syndroms für notwendig:

  • Leber, Schilddrüse
  • chronische Blutverluste im Verdauungssystem, Magenblutungen, Pankreatitis
  • Infektionen mit Chlamydien, Borrelien, etc.
  • Zum Ausschluß eines TIS/TOS: MR-Angiographie und Venographie der oberen Thoraxapertur in Armabduktionsstellung/Armelevation


Allgemeines

Als Kopfgelenke werden die gelenkigen Verbindungen zwischen Kopfansatz und ansetzendem obersten Halswirbel, sowie die Gelenkverbindungen zwischen oberstem und dem direkt unterhalb liegenden Halswirbel bezeichnet.

Verletzungen und Schädigungen im Bereich der Kopfgelenke - die durch Bänder- und/oder Gelenkkapselzerreißungen dauerhafte Instabilitäten verursachen, machen vielfältige Symptome. Die Symptome sind mannigfaltig, weil Steuermechanismen des gesamten Körpers am Verletzungsort liegen und irritiert oder geschädigt werden können. Es kann zu mechanischen Reizungen des Hirnstammes ebenso wie zu wiederholten Durchblutungsstörungen in Hirn- und Nervenregionen kommen.

Durch den Verlust von Bandfunktionen und/oder der Integrität von Gelenkfunktionen kommt es zum unkontrollierten Verschieben, Verkippen oder Rotieren von Wirbeln. Dies kann zu immer wiederkehrenden mechanischen Schädigungen von Nervengewebe des Rückenmarks und des Hirnstammes führen, ebenso kann die Durchblutung des Gehirns immer wieder passager gestört sein, was zu sehr diffusen Symptomen führen kann. Daher reichen die Beschwerden von Gefühlsstörungen oder Schwächegefühlen an verschiedensten Stellen des Körpers, über Stammhirnsymptome wie zerebralem Schwindel, Ataxie, Sehstörungen, Atemstörungen, Schluckstörungen, Blutdruckabfälle oder Krisen, Erbrechen, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen, Vigilanzstörungen, wie Benommenheit, Bewußtseinsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Depersonalisation, Derealisation, Erkennungsprobleme, "locked-in", Schockzustände und organisch begründeten Panikattacken, Schmerzen verschiedenster Ausprägungen.

Wenn ein Verdacht besteht, dass eine Kopfgelenksschädigung vorliegen könnte, bedarf es einer sehr speziellen diagnostischen Vorgehensweise und Technik, um die Krankheit ans Licht zu bringen.

Es muß übrigens nicht zwangsläufig ein Unfallgeschehen erinnert werden!

Sie sollten wissen, dass in den meisten Fällen - insb. bei Zerreissungen der sogenannten Flügelbänder im Genick - nur ein spezielles Funktionsröntgen, sowie eine spezielle Funktions-Computertomographie und/oder Funktions-Kernspintomographie als Mittel zur Diagnostik zu einem Ergebnis führen. Die üblicherweise angewendeten Untersuchungsmethoden - alle bilateralsymmetrischen - bleiben bei dieser Verletzungsart wiederholt ohne Befund.

Wichtig ist, daß die Aufnahmen, egal mit welchem Gerät und mit welcher Technik, in Seitenneigung des Kopfes stattfinden, also mit dem Ohr zur Schulter seitlich geneigt. Kopfrotation ist falsch, ebenso, den Kopf zu senken oder nach hinten zu überstrecken.

Warum diese Technik der Seitenneigung?

Es ist notwendig, während der Röntgenaufnahme besondere Haltungen einzunehmen, die die Gelenk-Fehlfunktionen offenbaren können. Normale Röntgenaufnahmen geben kaum Aufschluß über Verletzungen von Bändern und Gelenkkapseln im Bereich der Kopfgelenke, da die Halswirbelsäule median gehalten bleibt; auch bei sogenannten Funktionsaufnahmen wie Ante- und Retroflexion, also dem Nach-vorn- und hinten-Neigen des Kopfes bleiben Kopf und Hals median, also in Haltungssymmetrie. Die üblichen Röntgentechniken reichen hier u.U. nicht aus, weil sie keine Fehlstellungen im Bereich der Kopfgelenke provozieren. Um zur richtigen Diagnose und damit zum Offenbarwerden einer möglichen Instabilität zu gelangen, ist es nötig, die Kopfgelenke dazu zu bringen, ihre krankhaften unkontrollierten und gefährlichen Über- und Fehlbeweglichkeiten zu entblößen. Also Verschiebungen von Wirbeln, die bei einem gesunden Menschen nicht stattfinden können, weil die Haltebänder und Gelenkkapseln eines Gesunden dies nicht zulassen.

Es verhält sich ähnlich wie beim Knie: da haben sich bereits Funktionsuntersuchungen in abnormen (unphysiologischen) Haltungen, bspw. Pivot-Shifting- und Lachman-Test, etabliert.

Im Bereich der Kopfgelenke ist der Sachverhalt vergleichbar - nur daß das gesamte Gefüge noch viel sensibler und komplexer und von noch mehr voneinander abhängenden Bändern und Gelenkkapseln zusammengehalten wird.

Wie bereits gesagt, werden Untersuchungen der Halswirbelsäule meist nur in medianen Funktionshaltungen gemacht, die nicht in der Lage sind, manche, teils schwerwiegende Gefügestörungen zu offenbaren. Konventionelles Röntgen, sowie die Computertomographie, sind nicht in der Lage, Gelenkkapsel- und Bandverletzungen abzubilden. Bei diesen Techniken bleibt nur der indirekte Beweis durch Darstellung einer pathologischen Gelenkposition, bzw. -konfiguration.


Weitere Möglichkeiten

Axiales CT in Lateralflexion bei gleichzeitiger Anteflexion (Kopf unterlagert) und auch getestet in Retroflexion. Mit 3d-Rekonstruktion

Digitale Subtraktionsangiographie in Funktionsstellungen

Eine DSA der Halsgefässe ist bei (auch nicht objektivierbarer) zentralnervöser, insb. Stammhirnirritation wie lagerungsabhängiger Benommenheit, Desorientiertheit, Derealisationserleben eventuell ratsam - durchgeführt unter Beihilfe von Muskelrelaxation, und zwar in sämtlichen möglichen Kopfpositionen, insbesondere:

  • Lateralflexion
  • Rotation
  • Anteflexion
  • Anteflexion mit Lateralflexion homogen über gesamte HWS und isoliert auf obere HWS
  • Retroflexion
  • Retroflexion mit Lateralflexion

PET

Zur Beurteilung von diffus-hypoxischen Gehirnschäden, wiederkehrender diffuser Minderdurchblutung im vertebrobasilären Stromkreislauf aufgrund von

  • Komplettverlegungen einer oder beider Vertebralarterien
  • intermittierender vaskulärer Kompensationsstörungen
  • mechanischer Okklusionen
  • Kinking
  • venösen Abflußstörungen

bei Instabilitäten wie kraniozervikaler Instabilität, angulärer oder translativer Instabilität C2/C3 oder unterhalb.


Was kann getan werden, wenn die Befunde für eine Instabilitätsverletzung sprechen?

Je nach Leidensdruck, seelischer Erschöpfung oder Schwere der Verletzung:

Bei hinreichendem Verdacht - ob durch Bildgebung erhärtet oder durch logische Schlussfolgerung - auch ohne hinreichende bildgebende Bestätigung, wenn sie denn nicht gelingt jedoch Indizien den Schluss zulassen, d.h. bestimmte Haltungen beinflussen das Beschwerdebild, operative Stabilisierung. Sowohl bei atlantooccipitalen als auch bei atlantoaxialen Instabilitäten von CO - also mit Okziputstäben oder Okziputplatte - bis wenigstens C3 mit dorsaler Instrumentierung durch Stab- oder Plattensysteme und zusätzlicher atlantoaxialer Verschraubung nach Magerl oder anderweitige Fusion des atlantoaxialen Bewegungssegmentes (Halifax-Klammern, Isthmus-Brücke, Draht, etc.)

Das Fehlen von Befunden bedeutet in höchster Instanz lediglich, dass mitunter keine suffizienten diagnostischen Möglichkeiten zur Verfuegung standen. Nicht aber, daß dem Patient in diskutiertem Bereich organisch nichts fehlt! In diesem Fall wäre eventuell eine temporäre Stabilisierung (gleiche OP jedoch ohne dem Ziel der knöchernen Durchbauung) von C0 bis wenigstens C4 und dann abzuwarten, ob eine Besserung eintritt. Wenn Besserung oder Erholung eintritt, Revision mit dem Ziel der knöchernen Sponylodesis, ansonsten Entfernung des Implantats.

Bei Nachweis von manifesten Integritätsdefiziten ist gemäß meiner Meinung frühzeitig eine Operation anzuraten, insbesondere, wenn wiederholt kognitive Störungen auftreten. Konzentrationsprobleme, Desorientierung, Störungen des Selbsterlebens, Vigilanzstörungen wie Benommenheit oder Schwindel sind Beschwerden, die langsam remittieren. In diesen Fällen ist davon auszugehen das (rekurrente) Okklusionen im arteriellen oder venösen Gebiet, ob direkt oder reflektorisch, oder mechanische Reizungen des Hirnstammes, oder eine Vergesellschaftung beider Formen zur Problematik führt.


Was man selbst tun kann?

Sämtliche manipulativen Techniken wie Dehnen, Strecken, Mobilisation zeigen regelmässig keinen Erfolg, Dehnübungen tendenziell eher Verschlechterung. Sicherlich ist eine momentane "Entlastung" durch Manipulation kein probates Mittel, den Zustand zu verbessern.

Blockaden vergehen in der Regel von selbst. D.h. die Muskelverkrampfungen mit Verkantungen lösen sich nach Heilung von selbst. Jede Gewalteinwirkung, auch kurze Impulse, hinterlassen Schädigungen im Gefüge. Ggf. Wärmebehandlung, warme Bäder, Schmerzmittel.

Was man konservativ tun kann?

In leichteren Fällen kann das konsequente Tragen einer Langzeitorthese u.U. ausreichen, bspw. einer Miami J-Halskrause von Thämert, bzw. Jerome Medical, dabei ist zu beachten, das der Mund geschlossen bleibt, da beim Mundöffnen während des Tragens der Orthese Schaden angerichtet werden kann.

Hals komplett in Ruhe lassen, keine Einrenkmanöver und vielleicht Erstverschlechterung und Verspannungen als beginnenden Heilungsprozess anerkennen.

Wenig am Schreibtisch/PC sitzen, wenig Haltungen, die die Schultern nachvorne bringen, viel vorsichtige Bewegung, viel Spazierengehen

Zusätzlich intensives Training der Außenrotatoren, sowie intensives Rotationstraining des Torso, Po- und Bauchtraining. Eventuell Klimmzutraining zur Rebalancierung des Schultergürtels


Bitte betrachten Sie die Anweisungen und medizinischen Aussagen ohne Anspruch auf Richtigkeit, Vollständigkeit und hinreichende Differenziertheit.


Alles Gute und Gottes Segen.

Newt


Anweisungen z.H. des Radiologen

Sehr geehrter Herr Dr. X.

Vorab herzlichen Dank für Ihre Hilfszusage.

Es geht um Herrn/Frau X. Meiner Ansicht nach könnte eine Instabilität im Bereich der Kopfgelenke die Ursache seiner/ihrer Beschwerden sein.

Daher möchte ich Sie bitten, sich Herrn/Frau X am besten unter C-Arm-Bildverstärkung anzusehen.

Anteroposteriore "Open-mouth" Densprojektion in ausgeprägter Lateralflexion und gleichzeitiger leichter Kopfrotation zur kontralateralen Seite. Hinweis: Schneidezähne / Oberkiefer sollten nicht Blick auf vollständige Abbildung Dens axis verhindern oder einschränken, ggf. Projektionswinkel und Retroflexion anpassen. Soweit mgl. präzise in AP, Unterkiefer symmetrisch.


Es geht um den Gelenkspalt zwischen Dens axis und den Massae laterales des Atlas in ausgeprägter Seitenneigung. Bei Rupturen insb. der Ligg. alaria kommt es zu einem Ausschlag des Dens zur kontralateralen Seite hin. Densspitze verläßt die Konfluation der Medianlinie weist also auf Ruptur von Alarligament(en). Wenn sich zusätzlich die Breite des Dens-Massa lateralis-Gelenkspaltes weitet, ist davon auszugehen, daß neben Alarligamenten auch Gelenkkapseln atlantoaxial gerissen sind. Bei gleichzeitiger Ruptur der Art. atlantoaxialis mediana und seitlicher Gelenkkapseln kommt es zum Lateralgleiten oder Abdriften des Atlantookzipitalkomplex auf dem Axis bei Lateralflexion oder zu einer rotatorischen Subluxation.

Die Untersuchung sollte im Sitzen durchgefuehrt werden, da die Schwerkraft beim "Abgleiten zur Seite" grossen Einfluss hat.

Insgesamt sollte beim Patienten keine mehr oder weniger unbewußte Schutzspannung aufbauen, die die Verletzung maskieren könnte. Es empfiehlt sich, den Patient zu sedieren.

Indikation bei V.a. ligamentäre Verletzung im Bereich der Kopfgelenke, besonders der Ligg. alaria, Lig. cruciatum atlantis, Lig. apicis dentis. V.a. paradoxe Beweglichkeit C0-C1. DD Integritätsstörung / Ruptur der Zwischenwirbelgelenke / der Gelenkkapseln C0/C1/C2/der Art. atlantoaxialis mediana.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen.

Newt eMail: Newtc@res.kopfgelenke.de

Beispielaufnahmen unter

  http://www.kopfgelenke.de/radiographs



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Die Halswirbelsäule ist ein Projekt zum Aufbau eines umfassenden öffentlichen Nachschlagewerks rund um das Thema Halswirbelsäule aus freien unter GFDL-Lizenz veröffentlichten Inhalten.

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Das Inhaltsverzeichnis ist gegliedert in zwei Hauptgruppen (Anatomie der Halswirbelsäule und Verletzungen und Erkrankungen der Halswirbelsäule) und verzweist auf gleichnamige Dokumente, die wiederum ein eigenes, noch detailierteres Inhalsverzeichnis aufweisen.


Verweise


Kopfgelenke-Information


Inhalt

Anatomie der Halswirbelsäule und des Kopf-Hals-Überganges

Einführung

Die Wirbel

Wirbelkörper | Wirbelbogen | Querfortsatz | Foramen processus transversus | Dornfortsatz | Gelenkfortsätze | Zusätzlicher Fortsatz | Charakteristika der verschiedenen Wirbelarten | Im kurzen


Bandstrukturen der Halswirbelsäule

Die Alarligamente (Flügelbänder) | Verletzungen der Alarligamente | Ligamentum supraspinale | Ligamentum flavum | Ligamentum longitudinale anterius | Ligamentum longitudinale posterius | Ligamentum interspinale | Ligamentum intertransversarium | Das Nackenband


Die obere Halswirbelsäule

Atlas (Gelenke und Bänder | Entwicklungsstörungen | Verletzungen) | Axis (Gelenke | Verletzungen) | Das Atlantookzipitalgelenk | Die Kopfgelenke Umriß ( Erstes Kopfgelenk | Zweites Kopfgelenk | Zusammenwirken der Kopfgelenke) | Nochmals im kurzen

Die mittlere und untere Halswirbelsäule

Die Vertebralarterien

(siehe auch Blutversorgung des Gehirns


Das Rückenmark

Lage, Gestalt und Aufbau: Hüllen | Äußere Erscheinung | Gliederung


Feinbau:

  Graue Substanz: Zelltypen | Hinterhorn | Vorderhorn | Seitenhorn


 Weiße Substanz: Wichtige aufsteigende Bahnen | Wichtige absteigende Bahnen)


Neurotransmitter im Rückenmark | Blutversorgung des Rückenmarks | Embryologie und Fehlbildungen | Blutversorgung | Phylogenese | Schädigungen des Rückenmarks | Untersuchung des Rückenmarks


Nervensystem: Peripheres Nervensystem

Plexus cervicalis | Plexus brachialis

Ganglien des peripheren Nervensystems

 Ganglion celiacum | Ganglion cervicale medium | Ganglion cervicale superius | Ganglion ciliare | Ganglion Gasseri | Ganglion distale | Ganglion mesentericum inferius | Ganglion mesentericum superius | Ganglion oticum | Ganglion superius | Ganglion stellatum (Ganglion cervicothoracicum) | Ganglion submandibulare | Ganglion geniculi | Ganglion prevertebrale und Ganglion paravertebrale | Ganglion proximale | Ganglion pterygopalatinum | Ganglion spinale (Spinalnerv) | Ganglion spirale | Ganglion trigeminale | Ganglion vestibulare

Nerven

Plexus | Ansa cervicalis profunda | Ansa cervicalis superficialis | Nervus auricularis magnus | Nervus axillaris | Nervus cutaneus antebrachii medialis | Nervus cutaneus brachii medialis | Dermatom | Nervus dorsalis scapulae | Erb-Punkt | Nervus medianus | Nervus musculocutaneus | Nervus occipitalis major | Nervus occipitalis minor | Nervus pectoralis | Nervus phrenicus | Nervus radialis | Nervus subscapularis | Nervus supraclavicularis | Nervus thoracicus longus | Nervus thoracodorsalis | Nervus transversus colli | Nervus ulnaris | Nervenwurzel | Neurapraxie | Nozizeptor


Liquor cerebrospinalis

Zusammensetzung | Äußerer Liquorraum | Innerer Liquorraum | Ventrikelsystem | Liquorbildung | Liquorresorption | Funktion des Liquors | Diagnostik und Makroskopische Beurteilung


Das Foramen Magnum

Enzyklopädische Kurzfassung

Anatomie | Untersuchungen der Halswirbelsäule | Erkrankungen der Halswirbelsäule


Verletzungen und Erkrankungen der Halswirbelsäule

Chordome

Das Zervikalsyndrom

Degenerative Prozesse

Der Bandscheibenvorfall

Instabilitäten der Halswirbelsäule und des Kopf-Hals-Übergangs

Kurzumriß

Luxationen, Subluxationen

Osteoporose

Querschnittsyndrom

Skoliose

Veraltete Krankheitsbezeichnungen

Vertebrobasiläre Insuffizienz

Wirbelgleiten

Report:Patient_I_-_Befunde Fetter Text

Persönliche Werkzeuge
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