Anatomie der Halswirbelsäule/Bandstrukturen der Halswirbelsäule

Aus Die Halswirbelsäule

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Inhaltsverzeichnis

Bandstrukturen der Halswirbelsäule

Die Alarligamente (Flügelbänder)

The alar ligaments connect the sides of the dens (on the axis, or the second cervical vertebra) to tubercles on the medial side of the occipital condyle.

Ligamenta alare
Ligamenta alare

They are short, tough, fibrous cords that attach the skull to C1 vertebra and function to check side-to-side movements of the head when it is turned.

The alar ligament is also known as the "check ligament of the odontoid."

Verletzungen der Alarligamente

Injuries such as rupture and overstretching of the alar ligaments is often caused through whiplash during car accidents. If a patient describes prolonged symptoms after a traumatical situation, medical workers should think about ligamental damages.

Symptoms during damaged alar ligaments can be

  • chronical vertigo
  • dizziness
  • reduced vigilance, such as somnolence or precomatose states
  • seeing problems, such as "seeing stars" or tunnel view. Many patients tell about unreal views that stands in correlation with:
  • depersonalisation

Most medical professionals don't know about the rare disease complex of head-neck-joint instabilities that is mainly caused by damaged alar ligaments and/or torn vertebral ligamental capsule apparat structures. Very often the patients are having an odyssee of medical consultations without any clear diagnosis and are then sent to psychatrist because doctors think about depression or hypochondy of the suffering patients, but mainly that is not the real cause.

Ligamentum supraspinale

Schnitt durch zwei Wirbel. Das Ligamentum supraspinale ist rechts gelegen.
Schnitt durch zwei Wirbel. Das Ligamentum supraspinale ist rechts gelegen.

Das Ligamentum supraspinale (,,Dornfortsatzband") ist ein starkes Band aus straffem kollagenen Bindegewebe, das die Dornfortsätze vom siebten Halswirbel bis zum Kreuzbein verbindet. Es stellt, neben den Wirbelgelenken, Bandscheiben und den übrigen Wirbelsäulenbändern (Ligamentum flavum, Ligamentum longitudinale anterius, Ligamentum longitudinale posterius, Ligamentum interspinale), die mechanische Stabilität der Wirbelsäule her.

Die oberflächlich gelegenen Kollagenfasern erstrecken sich über drei bis vier Wirbel, die tiefsten verkehren nur zwischen zwei benachbarten Wirbeln. Im Halsbereich setzt sich das Ligamentum supraspinale in das Nackenband (Ligamentum nuchae) fort.

Ligamentum flavum

Ansicht eines Segmentes mit drei Wirbeln von hinten, Wirbelkanal geöffnet
Ansicht eines Segmentes mit drei Wirbeln von hinten, Wirbelkanal geöffnet

Das Ligamentum flavum (lat. ,,gelbes Band") ist ein jeweils zwischen zwei Wirbeln gelegenes, die Wirbelsäule stabilisierendes Band.

Die Ligamenta flava sind jeweils zwischen den Wirbelbögen ausgespannt und wurden deshalb früher auch als Ligamenta interarcualia bezeichnet. Sie grenzen damit das jeweilige Zwischenwirbelloch (Foramen intervertebrale) zur Mitte (medial) und nach hinten (dorsal) ab. Ihre gelbliche Farbe wird durch scherengitterartig angeordnete, elastische Fasern hervorgerufen, die zum größten Teil diese Bänder bilden. Auch im Ruhezustand sind diese Bänder gespannt. Bei der Beugung der Wirbelsäule werden sie dann stärker gedehnt und helfen somit beim Wiederaufrichten.

Bei einer Punktion des Epiduralraums (s. Epiduralanästhesie) oder Subarachnoidalraums ist der leichte Widerstand beim Durchstechen dieses Bandes ein Hinweis für das genaue Positionieren der Kanüle.


Ligamentum longitudinale anterius

Das Ligamentum longitudinale anterius (,,vorderes Längsband"), bei Tieren als Ligamentum longitudinale ventrale (,,bauchseitiges Längsband") bezeichnet, ist ein längs verlaufendes Band der Wirbelsäule. Es besteht aus straffem kollagenen Bindegewebe und verbindet die einzelnen Wirbelkörper an deren Vorder-, bei Tieren entsprechend an deren Unterseite miteinander. Es überspringt dabei die Bandscheiben und die Randleisten der Wirbelkörper stabilisiert dadurch die Wirbelsäule. Bei Tieren ist es nicht über die gesamte Wirbelsäule ausgebildet, sondern beginnt am 8. Brustwirbel und reicht bis zum Kreuzbein.

Das Ligamentum longitudinale anterius zählt neben dem Ligamentum longitudinale posterius, Ligamentum supraspinale und Ligamentum nuchae zu den langen Wirbelsäulenbändern. Nach einer anderen Einteilung gehört es mit dem Ligamentum longitudinale posterius zu den Wirbelkörperbändern, die den übrigen, den sogenannten Wirbelbogenbändern gegenübergestellt werden.

Literatur

F.-V. Salomon: Knochenverbindungen. In: Salomon, F.-V. u. a. (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. Enke-Verlag, Stuttgart 2004, S. 110-147. ISBN 3-8304-1007-7

Ligamentum longitudinale posterius

Das Ligamentum longitudinale posterius (,,hinteres Längsband"), bei Tieren als Ligamentum longitudinale dorsale (,,rückenseitiges Längsband") bezeichnet, ist ein längs verlaufendes Band der Wirbelsäule. Es besteht aus straffem kollagenen Bindegewebe und verbindet die einzelnen Wirbelkörper an deren Hinterseite miteinander und liegt somit innerhalb des Wirbelkanals. Es ist mit den Wirbelkörpern nur lose verbunden, dafür fest mit den Bandscheiben. Es beginnt am 2. Halswirbel und reicht bis zum Kreuzbein.

Das Ligamentum longitudinale posterius zählt neben dem Ligamentum longitudinale anterius, Ligamentum supraspinale und Ligamentum nuchae zu den langen Wirbelsäulenbändern. Nach einer anderen Einteilung gehört es mit dem Ligamentum longitudinale anterius zu den Wirbelkörperbändern, die den übrigen, den sogenannten Wirbelbogenbändern, gegenübergestellt werden.

Literatur

F.-V. Salomon: Knochenverbindungen. In: Salomon, F.-V. u. a. (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. Enke-Verlag, Stuttgart 2004, S. 110-147. ISBN 3-8304-1007-7

Ligamentum interspinale

Wirbelsäulenbänder
Wirbelsäulenbänder

Das Ligamentum interspinale (,,Zwischendornfortsatzband") ist eines der kurzen Wirbelsäulenbänder. Es spannt sich zwischen den jeweils benachbarten Dornfortsätzen der Wirbel auf und reicht von deren Basis bis zur Spitze. An der Spitze des Dornfortsatzes steht es mit dem Ligamentum supraspinale in Verbindung, an der Basis mit dem Ligamentum flavum. Im Bereich der Halswirbelsäule sind die Ligamenta interspinalia nur gering ausgebildet, am kräftigsten sind sie im Bereich der Lendenwirbelsäule.


Ligamentum intertransversarium

(Zwischenquerfortsatzbänder): The intertransverse ligaments are ligaments that are placed between the transverse processes.

In the cervical region they consist of a few irregular, scattered fibers.

In the thoracic region they are rounded cords intimately connected with the deep muscles of the back.

In the lumbar region they are thin and membranous.

Das Nackenband

Das Nackenband (Ligamentum nuchae) ist ein paariges Band aus elastischem Bindegewebe, das als rückenseitige Verspannung der Halswirbelsäule dient. Es kann als Fortsetzung des Ligamentum supraspinale im Halsbereich angesehen werden. Es erstreckt sich bei den meisten Säugetieren von der Protuberantia occipitalis externa des Hinterhauptsbeins bis zum Dornfortsatz des siebten Halswirbels. Bei Hundeartigen beginnt das Nackenband erst am zweiten Halswirbel.

Beim Menschen ist das Nackenband nur gering ausgebildet. Bei vielen Tieren ist es funktionell von Bedeutung für die Aufrechterhaltung der normalen Kopf- und Halsposition und entlastet die Muskulatur des Nackens. Bei Pferden und Wiederkäuern unterteilt man das Nackenband in einen Nackenstrang (Funiculus nuchae) und eine davon vertikal zu den Wirbeln ausgehende Nackenplatte (Lamina nuchae). Katzen besitzen kein Nackenband, die Halsposition wird hier rein über die Nackenmuskeln stabilisiert, weshalb Muskelerkrankungen sich schnell in einem Absenken des Halses und Kopfes äußern.



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